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Tunesien - die Regionen

Mit rund 163 600 km² ist 

Tunesien

 knapp halb so groß wie Deutschland aber landschaftlich überaus abwechslungsreich: Die Nordküste zwischen 

Bizerte

 und der Grenze zu Algerien hat mit schroffem, zackigem Fels, hübschen Sandbuchten und dichten Eichenwäldern mediterranen Charakter. Lange Sandstrände und bis an den Horizont endlose Reihen gepflanzter Olivenbäume bestimmen das Bild der Ostküste. Hafenstädte wie 

Sousse

Monastir

 und 

Mahdia

 waren einst Handelsplätze für das wertvolle Olivenöl. Das monumentale Amphitheater von 

El-Djem

 zeugt von dem damaligen Reichtum. Heute ist nicht mehr die Olivenernte, sondern der Tourismus die Hauoteinnahmequelle: An den Sandstränden von 

Hammamet

, über 

Port el-Kantaoui

 und 

Monastir

 bis 

Mahdia

 erfüllen Hotels im orientalichen Stil den Gästen alle Urlaubsträume. Sind Nord- und Osttunesien aufgrund der Landwirtschaft und dem Tourismus sehr ertragsreich, hat 

Zentraltunesien

 hingegen ein wirtschaftliches Problem: Die Industrie beschränkt sich auf die Verarbeitung von Zellulose und die Herstellung von Teppichen. Südlich von 

Sfax

 machen sich die Vorboten der Wüste bemerkbar, doch noch vorher erfüllt die Insel 

Djerba

 die schönsten Urlaubsträume. Hier verbringen Millionen von Gästen ihren Urlaub und vergessen auf der Insel ihren Alltag - für ein paar Tage zumindest. Die Sahara bedeckt rund ein Drittel Tunesiens. Die Oasenstadt 

Douz

 zählt hier zu den beliebtesten Touristenzielen von 

Südtunesien

. Weiter im Süden trotzen die Menschen immer mehr der Hitze und Trockenheit des Dahargebirges zwischen 

Matmata

 und 

Tataouine

. Im Westen füllen Salzseen eine riesige Senke, aber auch hier hat der Tourismus von 

Tozeur

 alten Erwerbszweig, die Oasenwirtschaft, fast gänzlich verdrängt.

Heute leben in Tunesien rund 10 Mio. Menschen. Rund 1 Prozent zählen zur Volksgruppe der Berber, die das Land vor Ankunft der Araber besiedelte. Die Jahrhunderte des Zusammenlebens haben die Unterschiede zwischen Berbern und Arabern weit gehend verwischt. So beantworten die Einwohner die Frage der Volkszugehörigkeit meist mit: Tunesier. Die Sprachkenntnisse sind vielfältig. Neben den beiden Landessprachen, Arabisch und Französisch, beherrschen viele Spanisch, Italienisch und Deutsch. Die Tunsier haben ihre Wurzeln in der nordafrikanischen, nahöstlichen, und auch in der europäischen Kultur, denn schließlich vermischte sie sich aus den Kulturen der Phönizier, Berber, Griechen, Römer, Vandalen, Byzantiner, Araber, Spanier, Türken und Franzosen.

 
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